Der Sommerpalast liegt 15 Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums, nimmt eine Fläche von über 300 Hektaren ein und wird oft mit der Kaiserinwitwe Cixi aus der Qing-Dynastie in Verbindung gebracht. Die Geschichte des Sommerpalasts reicht jedoch bis in 1150er Jahre zurück. Vor 800 Jahren diente der heutige Sommerpalast als Kaiserlicher Garten.
Der chinesische Name „Yiheyuan" bedeutet „Garten des Friedens und der Harmonie" und diente dem Kaiser als Vorstadtvergnügungsstätte; ein Ort auf dem Land, aber doch nicht weit weg von der Hauptstadt.
Der Yiheyuan in der heutigen Form reicht in die Regierungszeit der Mandschuren in China (1644-1911) zurück. In den 1750er Jahren erließ der Kaiser Qianlong den Befehl, an der Stelle des heutigen Sommerpalastes einen See ausheben und den Tempel auf dem Hügel der Langlebigkeit umgestalten zu lassen. Der Palast wurde während der Englisch-Französischen Strafexpedition im Jahr 1860 schwer beschädigt. In der 1880er Jahren konzentrierte sich der Hof unter Kaiserinwitwe Cixi vor allem auf den Wiederaufbau des Gartens, welcher 1924 für die Öffentlichkeit zugänglich wurde.
Der Lange Korridor
Die Korridore in der chinesischen Gartenarchitektur haben die Funktion, einen Durchgang zu bieten, der Personen auf ihrem Weg zu anderen Gebäuden vor der Sonne und rauhem Wetter zu schützen. Im Sommerpalast verläuft westlich der 728 Meter lange, überdachte Holzwandelgang am Nordufer welcher mit vier achteckigen Pavillons versehen ist, die die vier Jahreszeiten symbolisieren.